Selbstverteidigung mit einem ball
Kampfsport
und Kampfkünste erleben schon seit Jahren eine Hochkonjunktur.
Neben
sportlichen Aspekten spielt bei den meisten Interessenten sicherlich
auch die Selbstverteidigung
eine wichtige Rolle.
Hierbei unterscheidet man die Kampfsportarten nicht nur nach deren
regionaler
Herkunft, sondern auch danach, ob sie bewaffnet oder unbewaffnet
ausgeführt
werden. Insbesondere die im Kampfsport zur Selbstverteidigung
verwendeten
Waffen finden ihren Ursprung in Gegenständen des
täglichen Gebrauchs. Ein
einfacher Stock, Dreschflegel oder Seil haben daher heute einen ebenso
festen
Platz im Repertoire der Kampfkünste, wie Schwert oder Speer.
Aus diesem Grund stellt sich die berechtigte Frage, ob sich denn auch
Gegenstände des modernen Alltags in gleicher Weise als
Selbstverteidigungswaffe
nutzen lassen, wie die gebräuchlichen
Alltagsgegenstände vergangener Zeiten.
Auch der Ball als Sportgerät vieler beliebter Sportarten
könnte hier eine
interessante Ergänzung ergeben. Bisher ist der Ball eher als
Objekt
raffinierter sportlicher Tricks bekannt. Vor allem viele
Fußballer gelten in
diesem Bereich als Virtuosen.
Bei näherer Betrachtung ergeben sich aber auch für
den Ball Möglichkeiten, ihn
als Gegenstand zur Selbstverteidigung einzusetzen. Da es
„den“ Ball an sich gar
nicht gibt, ist es entscheidend, welche Art Ball dafür
verwendet werden soll.
Zwar dürfte ein kräftig geschossener
Fußball sicherlich in der Lage sein, einen
Gegner im wahrsten Sinne des Wortes
„umzuschießen“, doch scheint die
alltagsfähige Umsetzung fraglich. Dagegen sind kleine, leichte
und zugleich
harte Bälle durchaus in der Lage, als Selbstverteidigungswaffe
Wirkung zu erzielen.
Ein gezielt geworfener Baseball wird mit Sicherheit einen Angreifer
aufhalten
können. Auch ein Golfball wird denselben Effekt haben.
Außerdem eignet sich ein
Golfball aufgrund seiner Größe auch als ein in der
Hand gehaltenes
Schlagwerkzeug.
Insgesamt eignen sich nur kleinere Bälle als
Selbstverteidigungswaffe. Sportliche
Tricks werden – entgegen ihres eigentlichen Zwecks
– dann in zu Gunsten des
Kampfsportes in den Hintergrund treten.